Annie Ernaux hat für ihre autofiktionalen Bücher den Literaturnobelpreis bekommen. Ich finde zu Recht. Dabei sieht ihr Schreiben auf den ersten Blick leicht aus: sie schreibt auf, was war, woran sie sich erinnert, immer am Schmerz und der Scham entlang. Sie reflektiert ihr eigenes Tun im Text, sie schreibt über den Prozess der Erinnerung, sie versucht so genau wie möglich zu sein. Sie versucht wahr zu sein, was immer das individuell heißt.
Wir wollen sie zum Vorbild nehmen und uns über das autofiktionale Schreiben verständigen. Wie finden wir für unseren Inhalt die richtige Form? Wie vermeiden wir Klischee oder Larmoyanz? Was bedeutet Wahrhaftigkeit für einen Text?
Außerdem können wir über die „Tragetaschentheorie“ des Erzählens im Gegensatz zur allgegenwärtigen Heldenreise sprechen. Kann diese andere, „weibliche“ Form des Erzählens für das autofiktionale Schreiben fruchtbar werden?
Diesen Fragen wollen wir anhand von entstehenden und mitgebrachten Texten nachgehen.
Leitung:
Leitung: Eva Christina Zeller, Tübingen
Beginn: Montag, 13 Uhr
Ende: Samstag, nach dem Frühstück
Kurs: 290,00 €
Unterkunft und Verpflegung pro Person:
Doppelzimmer 330,00 € / 405,00 € (ohne/mit DuWC)
Einzelzimmer 355,00 € / 430,00 € (ohne/mit DuWC)
Teilnahmebedingungen, Stornoregelungen und Hinweise zur Anreise.
Kurs: 290,00 €
Unterkunft und Verpflegung pro Person:
Doppelzimmer 330,00 € / 405,00 € (ohne/mit DuWC)
Einzelzimmer 355,00 € / 430,00 € (ohne/mit DuWC)