5. – 10. April 2027

Die Welt der Gene und die Rolle der Epigenetik

Kursnr. 01046-27 Kursort: Inzigkofen 6 Tage

Die Tübinger Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard erklärte öfter, sie würde über die wichtigste Frage forschen, nämlich ‚wie Leben funktioniert, oder genauer: wie sich aus einer scheinbar strukturlosen Eizelle ein komplexer, vielgestaltiger Organismus entwickeln kann‘. Ihr und einigen anderen Entwicklungsbiologen und Molekulargenetikern verdanken wir ein gewisses Verständnis über die Wirkmechanismen der über Jahrmillionen entstandenen Gene zur Steuerung unserer embryonalen Entwicklung. Dazu müssen in jeder Zelle ganz spezifisch bestimmte Gene aktiviert und abgelesen oder stillgelegt werden.      

Aber mit der Welt der Gene beschäftigt sich der Mensch schon seit Beginn seiner Kultur. Während anfangs wohl nur diffuse Vorstellungen über die Weitergabe von Erbmerkmalen von Generation zu Generation seine Zuchterfolge mit den Haustieren und Kulturpflanzen über Jahrtausende genährt haben, begann Mitte des 19. Jahrhunderts mit Gregor Mendel die wissenschaftliche Genetik, und nochmal 100 Jahre später die Erforschung der biochemischen Grundlagen dazu. Die Vorstellungen vom Gen oder von den Erbanlagen hat sich bis heute für Biologen immer wieder radikal verändert und dabei im Kopf bei vielen naturwissenschaftlichen Laien sehr unterschiedlich manifestiert. Körperliche Merkmale oder Wesenseigenschaften bei Mensch und Tier werden häufig unbesehen den Genen und der DNA zugeschrieben, ohne jedoch die komplizierten Prozesse der Vererbung auch nur zu erahnen. Diese zeigen sich für den Menschen häufig bei seinen sogenannten Erbkrankheiten, aber das Phänomen Genetik hat sich in fast alle Lebensbereiche eingeschlichen und konfrontiert uns mit Themen wie Gentechnik, Klonierung oder epigenetischer Prägung. Die Welt der Gene tangiert außerdem unser Verständnis von Evolution oder die Beurteilung von Impftechniken, darüber hinaus herrscht ein uralter Disput über die Dominanz unserer Gene hinsichtlich unseres Verhaltens als Gegenspieler zum Erlernen von Kompetenzen. Die Entdeckung der HOX-Gene öffnete den Blick auf die genetische Determination der embryonalen Entwicklung. Mit der Epigenetik relativierte sich dies wieder und betonte die Bedeutung von Zufallsfaktoren.  

Anhand eines geschichtlichen Abrisses der ständig sich erneuernden Erkenntnisse über unsere Gene werden diese dargestellt und allgemein verständlich veranschaulicht. Dabei bleibt genügend Zeit und Gelegenheit für Fragen und ausführliche Diskussionen, sowohl über biologische als auch philosophische Aspekte der Genetik, sowie der mit ihr im Zusammenhang stehenden Themen.

  

Leitung:

Leitung:   Gerhard Rilling, Reutlingen
Beginn:    Montag, 13:00 Uhr 
Ende: Samstag, nach dem Frühstück

Kurs: 285,00 €

Unterkunft und Verpflegung pro Person:
Doppelzimmer 330,00 € / 405,00 € (ohne/mit DuWC)
Einzelzimmer 355,00 € / 430,00 € (ohne/mit DuWC)

Teilnahmebedingungen, Stornoregelungen und Hinweise zur Anreise.

Freie Plätze · Anmeldung offen
MO
5
APR
-
SA
10
APR
Beginn
MO, 05.04. · 13.00 Uhr
Ende
SA, 10.04. · 9.00 Uhr
Kursgebühr

Kurs: 285,00 €

Unterkunft und Verpflegung pro Person:
Doppelzimmer 330,00 € / 405,00 € (ohne/mit DuWC)
Einzelzimmer 355,00 € / 430,00 € (ohne/mit DuWC)

Kostenlose Stornierung bis 30 Tage vor Beginn
Bildungszeit nach LBzG anerkannt
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