In dieser Schreibwerkstatt werden wir autobiografisches Schreiben mit leichter Hand angehen, befreit von der Vorstellung, etwa Kapitel um Kapitel das ganze Leben erzählen zu müssen. Neugierig und achtsam werden wir uns den Bildern und Erinnerungen nähern, die in uns bereit liegen, um im Schreiben geweckt und gestaltet zu werden.
Anregung für das eigene Schreiben können wir uns bei autobiografischen Texten holen, die andere vor uns geschrieben haben (z. B. Paul Auster, Marie-Louise Kaschnitz). Beflügelt wird der eigene Schreibprozess durch die geführte Imagination in eigene Bilderwelten, durch das Spiel mit sprachlichen Assoziationen (Cluster) und eine Vielfalt von Schreibimpulsen. Immer aber ist das Ziel, die Schreibende/den Schreibenden in diesem Augenblick jetzt, hier, anzusprechen. Denn erst im aufmerksamen Kontakt mit sich selbst kann sich der eigene Ton bilden, der persönliche Stil.
So wird denn auch der Schwerpunkt des Seminars der Frage gelten: Welche Möglichkeiten bietet mir die Sprache in ihrem wunderbaren Reichtum, um die Bedeutung, die meine Geschichte für mich hat, zu vermitteln?
Das Vorlesen in der Runde (so man/frau will) gibt Raum für erste Rückmeldungen – und für die überraschende, oft inspirierende Begegnung mit anderen Lebensläufen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer früherer Schreibwerkstätten sind durchaus willkommen, da wir überwiegend neue Schreibeinstiege ausprobieren werden.
Leitung:
Leitung: Iris Jäger, Hamburg
Beginn: Montag, 13 Uhr
Ende: Samstag, nach dem Frühstück
Teilnahmebedingungen, Stornoregelungen und Hinweise zur Anreise.