Ich versichere sie, ohne reisen (wenigstens leüte von künsten und wissenschaften) ist man wohl ein armseeliges geschöpf! schreibt der 22-jährige Mozart, der mehr als ein Viertel seines Lebens auf Reisen verbrachte, aus Paris an seinen Vater in Salzburg. Die Mühen solcher Unternehmungen sind für uns kaum vorstellbar – Kutschen als Normalfall! Seit dem später Mittelalter (Dufay) gehören oft erstaunlich weite Reisen zum Berufsalltag von Komponisten; zunächst eher im Gefolge ihrer Herrschaften, später zunehmend aus eigener Initiative. Ausbildung und Fortbildung (Schütz, Händel) spielen ebenso eine Rolle wie die Bewerbungsreise auf einen festen Posten (Mozart) oder die Werbereise/Tournee in eigener Sache (Brahms, R. Strauss). Zu den Reisepflichten zählt etwa die Anwesenheit von Opernkomponisten bei ihren Uraufführungen in ganz Europa (Rossini, Donizetti), oder Geschäftliches – Händel suchte als Londoner Opernunternehmer Sänger und Sängerinnen auf dem Kontinent. Am unteren Ende stehen schließlich überwachte Reisen (Šostakovič), Reiseverbote oder erzwungene Flucht ins Exil (Schönberg). Reisen als Bereicherung – aber auch als Enttäuschung.
Leitung:
Leitung: Dr. Ulrich Fritz, Freiburg
Beginn: Montag, 13 Uhr
Ende: Samstag, nach dem Frühstück
Unterkunft und Verpflegung pro Person:
Doppelzimmer 330,00 € / 405,00 € (ohne/mit DuWC)
Einzelzimmer 355,00 € / 430,00 € (ohne/mit DuWC)
Teilnahmebedingungen, Stornoregelungen und Hinweise zur Anreise.
Unterkunft und Verpflegung pro Person:
Doppelzimmer 330,00 € / 405,00 € (ohne/mit DuWC)
Einzelzimmer 355,00 € / 430,00 € (ohne/mit DuWC)