Seit der Antike haben nicht nur Frauen, sondern vor allem Männer durch Kleidung, Schmuck und Helme ihre Bedeutung demonstriert. Das Seminar setzt zeitlich ein mit dem Mittelalter, weil uns da erst verlässliche Quellen und Bilder vorliegen. Hier zeigt sich, wie der Zeitgeist und das Selbstverständnis die Kleidung in einer Gesellschaft prägten, die als Ständegesellschaft nur denkbar war: die streng teilte in Bauern, Bürger und Adel. Ausgenommen war nur die praktische Kleidung der Bauern, der untersten Schicht.
Gültig über die Jahrhunderte blieb der zeitlose Wunsch, mehr zu scheinen als man ist. Die erste grundlegende Wende bringt das Jahr 1806 mit dem Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Damit entfallen offiziell die so genannten Kleiderordnungen, die jedem Stand vorschrieben, was erlaubt und was verboten war. Nun erst konnte sich eine ‚bürgerliche Mode‘ entwickeln – ebenso die „Tracht“ der Bauern: im Schwarzwald entstanden prächtige Bollenhüte, am Bodensee die Goldradhauben. Männer sollten solide sein, Schwarz tragen und einen Zylinder, Frauen sanft und weiblich, was sich an Kleidern mit abfallenden Schultern und großem Dekolleté zeigte. Die nächste Wende bringen die „Roaring Twenties“, mit Bubikopf und kniekurzen Röcken. Heute zeigt sich eine ‚Demokratisierung‘, deren oberstes Ziel Bequemlichkeit heißt, die erlaubt, was gefällt, unabhängig von Geschlecht und Alter. Der Kurs gibt Einblicke in diesen Wandel durch Bilder, Quellen und eine Exkursion. Geplant ist eine halbtägige Museums-Exkursion.
Leitung:
Leitung: Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger, Esslingen
Dr. Helga Müller-Schnepper, Immenstaad
Beginn: Montag, 13:00 Uhr
Ende: Freitag, nach dem Frühstück
Kurs: 390,00 €
Unterkunft und Verpflegung pro Person:
Doppelzimmer 264,00€ / 324,00 € (ohne/mit DuWC)
Einzelzimmer 284,00 € / 344,00 € (ohne/mit DuWC)
Teilnahmebedingungen, Stornoregelungen und Hinweise zur Anreise.
Kurs: 390,00 €
Unterkunft und Verpflegung pro Person:
Doppelzimmer 264,00€ / 324,00 € (ohne/mit DuWC)
Einzelzimmer 284,00 € / 344,00 € (ohne/mit DuWC)